Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Sunny Gully Farms Fire Corn

Mittwoch, 09. Juni 2010

Immer wieder erreichen uns E-Mails, wir sollten doch nicht nur Hot Sauces, sondern auch Snacks & Co. testen. Machen wir doch glatt. Nach Deano’s Jalapenos Chips Cheddar haben wir uns am Wochenende Sunny Gully Farms (Chocolate) Fire Corn vorgeknöpft – zwei süße Chilisnacks. Die Hersteller, Bob and Sue Shuman, sind im Mittleren Westen der USA keine Unbekannten. In Indiana sieht man sie auf jedem Open Field Chile Festival und sie sind gute Freunde von CaJohn. Die Sunny Gully-Produkte findet man dort in zahlreichen Geschäften.

Sunny Gully Farms Fire Corn sieht nicht nur aus wie karamellisiertes Popcorn, es ist auch welches. Dazu Chilipfeffer. In den USA ist caramel corn ein äußerst beliebter Snack. Meistens mit Nüssen dran – die hier haben mal keine. Ansonsten riecht der Snack wie jedes andere Karamell-Popcorn. Das Karamel umschließt das Popcorn in einer ziemlich dicken Schicht. Wir mochten das, denn das Popcorn hat so einen besonders vollmundigen Geschmack. Die Schärfe baut sich langsam auf und bleibt auf einem annehmbaren Level und lässt dem Karamellgeschmack den Vortritt. Sehr ausgewogen.

Sunny Gully Farms Chocolate Fire Corn hat einen leichten Schokoladen-Überzug auf dem Karamell. Das mag manchem zuviel des Guten/Süßen sein – dann sollte man zur schokoladenlosen Variante greifen. Der Schärfegrad der beiden Snacks hingegen ist identisch.

Leider bekommt man diesen leckeren Snack offensichtlich nur im Mittleren Westen auf besagten Veranstaltungen oder in den Shops. Also wer dort unterwegs ist – unbedingt danach Ausschau halten und probieren.

Deano’s Jalapenos Chips Cheddar

Dienstag, 25. Mai 2010

Nachdem wir euch hier ja größtenteils mit Hot Sauce Reviews versorgen, gibt es heute mal was zum Knabbern. Wir haben für euch die Deano’s Jalapenos Chips getestet, über die wir vorher nur Lob gehört und gelesen hatten. Sind die wirklich so gut? Ihr werdet es gleich wissen.

Deano’s Jalapenos Chips Cheddar sind dünn geschnittene Jalapenos, die in Öl frittiert und mit Käsepulver bestreut wurden. Also keine klassischen Chips aus Kartoffeln oder Mais. Man sieht das Grün der Jalapenos unter der Käseschicht. Stellt euch Käse-Nachos vor, die mit eingelegten Jalapenos belegt sind – so schmecken diese Chips, nur ohne Essignote. Sie schmelzen förmlich im Mund und sind trotzdem schön knusprig.

Die Chips bestehen aus Jalapenos, Rapsöl, Maisstärke, Molke, Buttermilch, Käse (Cheddar), Molkeneiweiß-Konzentrat, Salz sowie Konservierungsmitteln und Farbstoffen.

Mal abgesehen vom Käse haben wir hier reine Jalapenos vor uns – entsprechend scharf sind die Chips. Wer sich also nicht traut, in eine Jalapeno zu beißen, sollte die Finger von den Deano’s Jalapenos Chips lassen. So großartig der Geschmack ist, die Chips selbst sind klein und das gilt auch für die Tüte. Wer nicht aufpasst, hat alles ruckzuck verspeist. Denn diese Chips haben ein echtes Suchtpotential.

Wenn ihr auf scharfe Chips mit Käsegeschmack steht – Deano’s Jalapenos Chips ist der ultimative Snack für euch!

Chilis in der Medizin

Montag, 03. Mai 2010

Chilischoten eignen sich nicht nur zum Würzen von Gerichten und zum Angeben vor den Freunden, sondern leisten auch einen wertvollen Beitrag zur Gesundheit. Sie werden in verschiedenen medizinischen Bereichen eingesetzt. So lindern sie beispielsweise Schmerzen bei Arthritis, Herpes, diabetischer Neuropathie und Brustamputationen. Selbst Kopfschmerzen lassen nach.

Alle Chilisorten enthalten Capsaicinoide, die folgende gesundheitlichen Auswirkungen beim Verzehr haben (sollen):

  • Versuche mit Raten haben gezeigt, dass Capsaicin Krebszellem tötet.
  • Capsaicin verhinderte in Experimenten chemisch herbeigeführte Krebs- und Mutantenentstehung.
  • Mäuse reduzierten ihr Gewicht durch Capsaicin – Chili als Diätmittel? Siehe unser Beitrag dazu.
  • Capsaicin tötete bei Mäusen mit Diabetis Typ 1 Nervenzellen in der Bauchspeicheldrüse und sorgte so dafür, dass der Körper wieder Insulin produzierte. Darüber hinaus reduziert Chili im Essen die Insulinmenge, die notwendig ist, um den Blutzucker zu senken.
  • Chilis lindern chronische Schmerzen.
  • Angeblich wirkt sich Chili in Ländern ohne Kühlmöglichkeiten für Speisen positiv auf die Kontaminierung aus. Soll heißen: Das Essen verdirbt nicht so schnell. Daher wird z. B. in Äthiopien sehr scharf gegessen – das tötet die Keime ab.
  • Forscher haben Ratten an den Pfoten Capsaicin in Kombination mit Narkosemitteln verabreicht und stellten fest, dass die Stellen zwar betäubt, aber nicht gelähmt waren.

Wissenswertes über die Chilischote

Sonntag, 02. Mai 2010

Viele von euch essen gern scharf, aber wisst ihr überhaupt, was ihr da esst? Damit ihr in Zukunft mitreden könnt, hier die wichtigsten Fakten über Chilischoten:

Die Geschichte der Chilischote

Es gibt archäologische Funde im südwestlichen Equador, die beweisen, dass die Chili bereits vor mehr als 6.000 Jahren eine Rolle in der Ernährung spielte. Damit gehört sie zu den ältesten selbstbefruchtenden Kulturpflanzen. Christopher Kolumbus war einer der ersten Europäer, der sie entdeckte. Er nannte sie Paprika, weil sie so ähnlich schmeckten wie die Früchte des Pfefferstrauchs in der Alten Welt. Danach wurden Chilis in der ganzen Welt angebaut. Man spekuliert aber auch, dass Chilis bereits im 13. Jahrhundert in Europa bekannt waren. Jedenfalls lassen das Funde im südlichen Schweden vermuten. Damals war immer wieder von Paprikaschoten die Rede, die den damaligen in Form und Geschmack nicht ähnlich waren. Chilis?

Chili-Arten

  • Capsicum annuum (z. B. Jalapenos, Cayenne, Paprika)
  • Capsicum frutescens (z. B. Tabasco, Thai-Chili, Malagueta)
  • Capsicum chinense (z. B. die schärfsten Sorten wie Habanero)
  • Capsicum pubescens (z. B. der südamerikanische Rocoto)
  • Capsicum baccatum (z. B. der südamerikanische  Aji)

Kulinarische Verwendung

Chili wird vor allem in der traditionellen mexikanischen und südamerikanischen Küche verwendet (modern: Tex-Mex), ist heute aber auch nicht mehr wegzudenken in Äthiopien, Indien, Südostasien und Westafrika. Chilis werden roh oder gekocht gegessen. Die größte Schärfe – also das meiste Capsaicin – sitzt in den Samen und den Samenscheidewänden. Wenn man diese vor dem Essen/Kochen entfernt, reduziert sich folglich die Schärfe.

Chilis kann man frisch, getrocknet oder in Pulverform kaufen. Sehr beliebt sind die so genannten Hot Sauces, die wir auch immer wieder in unserem Blog vorstellen.

In Indien serviert man Chilis getrocknet, geröstet und gesalzen zu Reisgerichten. Überhaupt spielen Chilis dort in vielen Gerichten eine wichtige Rolle. Das gilt auch für Pakistan und Bangladesh, wo man sie zu Fisch oder in Salaten serviert.

Die Würzsauce Sambal besteht aus Chili, Knoblauch, Zwiebeln, Schalotten, Salz, Essig und Zucker und ist sehr beliebt in Indonesien und Malaysia, aber auch in Sri Lanka und Südafrika.

Aberglaube

In Indien wird Chili zur Abwehr von teuflischen Geistern genutzt und ist dort aus diesem Grund oft in Autos oder Häusern zu finden. Im Hinduismus glaubt man damit des Teufels Auge kontrollieren zu und ihn damit in Schach halten zu können.

Das Chili 1×1

Freitag, 30. April 2010

Heute erfahrt ihr hier alles, was ihr schon immer über Chilis wissen wollte. Über den Schärfegrad von Chilis haben wir ja bereits gesprochen, aber es gibt viele weitere Fragen, die Chilifans und solche, die es werden wollen, beschäftigt. Viel Spaß beim Weiterbilden!

Welches Getränk hilft gegen diese höllische Schärfe?

Milchgetränke sind dafür am besten geeignet. Und das hat auch einen Grund: Sie enthalten das Protein Kasein. Es trennt die Verbindung zwischen Schmerzrezeptoren und Capsaicin – das Brennen lässt nach.

Sind getrocknete Chilis schärfer als frische Chilis?

Es kann vorkommen, dass sich die Schärfe durch das Trocknen noch intensiviert. Der größte Unterschied ist und bleibt aber der Geschmack.

Warum sind Chilis scharf?

Das kommt durch das darin enthaltene Capsaicin. Es wirkt auf genau den Nerven in Zunge und Haut, die uns Schärfe empfinden lassen. Capsaicin sondert einen Botenstoff ins Blut ab, der dem Hirn signalisiert: Ich esse gerade etwas Scharfes!

Kann man unempfindlich gegen Chilis werden?

Zumindest haben Test bewiesen, dass durch eine stetige Erhöhung der Capsaicin-Konzentration die Empfindung der Schärfe sinkt.

Wie werde ich die Schärfe los?

Wasser zu trinken wäre jetzt keine gute Idee, denn Capsaicin ist nicht wasserlöslich. Öle und Fette helfen schon eher – also Milch, Joghurt, Eis oder auch Erdnussbutter.

Was verleitet uns zum Essen von scharfen Chili-Produkten?

Tatsächlich gibt es dafür eine Erklärung: Das Essen von Chilis führt zur Ausschüttung von Endorphinen in unserem Körper. Dadurch fühlen wir uns gut.

Wie lassen sich Chilis botanisch einordnen?

Chilis gehören zu den Nachtschattengewächsen und sind damit Verwandte der Tomante, Auberginen und Kartoffelnn.

Enthalten Chilis Vitamine?

Und ob. Chilis sind reich an Vitamin A, C und E.

Chili und Diät

Montag, 20. Juli 2009

Abnehmen mit Chili und scharfer Soße

So manches Lebensmittel wird als Schlankmacher bezeichnet, doch kaum ein Lebensmittel macht schlank. Andererseits gibt es auch kein Lebensmittel das dick macht, entscheidend ist immer die Menge die ich esse und was sonst gegessen und bewegt wird. Was wirklich beim Abnehmen helfen soll ist scharfes Essen, am besten mit viel Chili gewürzt.

Wenn man besonders scharf gegessen hat kann man feststellen, dass einem nach der Mahlzeit warm wird, ohne dass man sich bewegt. Dieser Effekt wird durch die scharfen Gewürze hervorgerufen, der Stoffwechsel läuft auf höheren Touren und der Kalorienverbrauch ist höher. Neben Chili kann man diesen Effekt auch mit Pfeffer hervorrufen. Natürlich kann man nicht von heute auf morgen sehr scharf essen, aber täglich etwas mehr Pfeffer und Chili in die Mahlzeiten einplanen dürfte nicht so schwer fallen.

Chili ist ein vielseitiges Gewürz, nicht nur herzhafte Gerichte können damit gewürzt werden, auch Süßspeisen werden vielfach mit Chili angereichert. Besonders stark im kommen ist Schokolade mit Chili. Diese Schokoladen werden in verschiedenen Varianten in Kombination mit Obstfüllung angeboten. Meist handelt es sich um eine Schokolade mit hohem Kakauanteil.

Neben Chili und einzelnen Gewürzen gibt es auch scharfe Würzsoßen, sie enthalten unterschiedliche Scharfmacher wie Pfeffer, Chili, Kurkuma und andere. Viele Soßen haben einen hohen Anteil Zucker und Fett und sind nicht so zum Abnehmen geeignet. Dann gibt es noch Soßen auf Tomatenbasis mit Gewürzen, sie sind ohne Öl und Zucker hergestellt und sind für jede Diät geeignet.

In der Lauf Diät empfehlen die Autoren zum Abnehmen scharfe Gewürze bei jeder Mahlzeit zu verwenden. Als speziellen Tipp für die Stoffwechselanregung werden ganze Chilis empfohlen. Diese Chilis werden wie Pillen geschluckt und sollen sehr magenfreundlich sein. Zu jeder Mahlzeit werden ein bis drei Chilis empfohlen. An die Menge Chilis sollte man sich schrittweise gewöhnen. Die Chilis dienen nicht nur zur Stoffwechselanregung sondern sollen einen Schutzfaktor für die Magenschleimhaut bereitstellen. So bieten Chilis nicht nur eine Hilfe beim Abnehmen.

HotMamas – Chilisauce aus Deutschland

Mittwoch, 14. Januar 2009

HotMamas, die schärfste Chili Saucen Manufaktur in Deutschland

Heute habe ich mir im Supermarkt eine HotMamas Habanero Chili & Mango Sauce mit 80.000-82.000 Scoville zum ausprobieren gekauft. Der Geschmack ist wirklich sehr sehr gut, deshalb habe ich etwas im Internet recherchiert und dabei einen Filmbeitrag von Kabel 1 Abenteuer Leben gefunden.

Diesen möchte ich den Lesern dieses Blogs natürlich nicht vorenthalten, hierzu eine kurze Inhaltsangabe:

Ralf Nowak nennt sich selbst gerne den Painmaker. Schließlich verursacht er gerne Schmerz. Und das, ohne selbst Hand anlegen zu müssen. Denn Ralf Nowak stellt mit seiner Firma Hotmamas extrem scharfe Chilisaucen her. Auf die Idee kam der gelernte Koch, weil er es satt hatte, wirklich scharfe Chilisaucen aus dem Ausland importieren zu müssen. So stellt er seit mehreren Jahren nun schon sieben Chili- und zwei Barbecuesaucen her.

Die Chilischoten, die er für seine Saucen verwendet, kauft er eigenhändig ein und prüft sie auch vor Ort. Am Geschmack einer Schote kann er erkennen, ob die Sorte etwas für seine Produkte taugt. Auch bei der Saucenherstellung arbeitet der Chef selbst, wird aber von mehreren Helfern unterstützt. Die Chilischoten müssen entkernt, gewaschen und gekocht werden. Dann werden einige Geheimzutaten sowie Salz, Honig und Knoblauch hinzugefügt und das ganze ordentlich püriert. Die Saucen werden abgefüllt, verschlossen und etikettiert. Die gesamte Arbeit wird hier per Hand durchgeführt. Und der Erfolg gibt Ralf Nowak Recht. Er ist inzwischen so erfolgreich, dass er mit einem befreundeten Gärtner zusammen seine eigenen Chilis im Gewächshaus anpflanzt.

Nun hat Ralf Nowak ein Chiliwettessen veranstaltet. Seine eigene Sauce und eine Sauce mit 1. Million Scoville kamen hierbei zum Einsatz. Die Teilnehmer haben sich wacker geschlagen, doch bereits die Currywurst als Vorspeise hat ein Opfer gefordert. Alle anderen mussten in der zweiten Runde pure Cabonero-Chilis, die schärfsten Chilis der Welt, zu sich nehmen. Auch hier haben alle ihr Bestes gegeben, kamen über 30g aber kaum hinaus. Nur der Sieger hat sich mit unglaublichen 160g den ersten Platz gesichert. Bleibt ihm zu wünschen, dass er keinen zu hohen Preis dafür bezahlen musste.

Und hier der Filmbeitrag in voller Länge…

Chilischnaps “Kehlenschneider”

Montag, 22. Dezember 2008

Hier bei uns in der Stadt ist gerade mittelalterlicher Weihnachtsmarkt, man kennt das ja. Met statt Glühwein, Gaukler, Feuerschlucker und überhaupt allerlei Schnickschnack, für den man im wahren Mittelalter vermutlich auf den Scheiterhaufen gelandet wäre. Allen voran ein Getränk, das auch hartgesottenen Chili-Fans die Schuhe auszieht: Der Kehlenschneider.

Dahinter verbirgt sich ein hochkonzentrierter Schnaps, der aus Chilischoten gewonnen wird. Allein die 80% Alkoholgehalt dürften reichen, damit die meisten Menschen das Weite suchen. Beim Destillieren des scharfen Gemüses ist ihr eigentümlicher Geschmack allerdings nicht verloren gegangen. Im Gegenteil! Die Schärfe des Kehlenschneider wird mit etwa 400.000 Scoville angegeben. Zum Vergleich: Das ist etwa 100 mal schärfer als eine gute Tabasco-Sauce.

Teuflisch scharf
Das besonders fiese am Kehlenschneider ist der winzige Bruchteil einer Sekunde, bis das Signal eines unendlichen, nie zuvor gekannten Brennens seinen Weg von der Zunge zum Gehirn gefunden hat. Man denkt noch kurz: „Na und? War’s das? Boar, bin ich ein Hecht!“ – aber dann setzt auch schon der Schmerz ein. Gnadenlos. Nicht umsonst wirbt „Beerenweine“, der Hersteller des Kehlenschneiders, mit dem Slogan: „Den steht keiner“.

Sinn und Zweck?
Warum sollte man also die gut 8 Euro für 0,4cl liquiden Schmerzes ausgeben? Nun, zum einen um sich und seinen Freundeskreis mal wieder die eigene Härte zu beweisen. Es gibt vermutlich kein stumpfsinnigeres –Entschuldigung– besseres Männlichkeitsritual als diesen Chilischnaps. Wer zuerst weint, verliert.

Aber der Kehlenschneider hat auch seine wirklichen, praktischen Vorzüge. Wie bei allen Saucen, Gewürzen und Tinkturen aus Chili zieht er seine Schärfe aus dem Capsaicin, einem Alkaloid der Paprikagewächse. Dieses wird weltweit von allen Freunden scharfer Speisen sehr geschätzt, da es eben nicht nur scharf, sondern auch einen eigentümlichen, paprikaähnlichen Beigeschmack hat, eben etwas würziges.

Als Würzmittel
Daher kann man den Kehlenschneider, wohl dosiert, beispielsweise auch zur Würzung von Speisen nutzen, ähnlich wie Tabasco-Sauce, nur wesentlich sparsamer zu dosieren. Da die kleinen Fläschchen mit einem Bügelverschluss versehen sind, kann man den Chilischnaps wiederverschließen und in den Kühlschrank stellen. Insgesamt sollte er aber schneller aufgebraucht werden, als Tabasco-Saucen. Außerdem ist es schwieriger, den Schnaps durch den Flaschenhals hindurch zu dosieren.

Tipps zum Trinken
Zum reinen Gelage hingegen eignet sich der Kehlenschneider nicht. Er ist allenfalls als hinterhältiger Scherz zu verstehen, um die Standhaftigkeit des Gegenüber auf eine harte Probe zu stellen. Trinkt man, beispielsweise weil einem der Geschmackssinn fehlt, versehentlich zuviel des guten Tropfens, kann die Schärfe schnell zu einer Übersäuerung des Magens (Sodbrennen) führen. Gerade Menschen, die ohnehin Probleme mit ihrer Verdauung haben, sollten vom Chilischnaps lieber ganz die Finger lassen.

Außerdem empfiehlt es sich, immer ein Glas Milch und etwas Brot in Reichweite zu haben. Wenn der Schmerz dann doch zu quälend wird, kann man mit diesen beiden Nahrungsmitteln das Capsaicin binden. Alles andere hingegen erhöht nur noch das Brennen. Vor allem Wasser und Limonaden eigenen sich da ganz und gar nicht!

Wo gibt es das Zeug?
Wer nun auf den Geschmack gekommen oder seine masochistische Ader entdeckt hat, kann den Kehlenschneider entweder auf dem Mittelaltermarkt seines Vertrauens (nicht überall) kaufen, oder direkt bei Beerenweine.de bestellen. Prost.

Hier der neue Werbespot von dem teuflisch scharfen Schnaps:

Der Schärfegrad von Chili

Dienstag, 16. Dezember 2008

Die Schärfe von Chili kann sehr stark variieren. Sie ist in Scoville Einheiten eingeteilt, was man grob als eine Skala von 0-10 bezeichnen kann. 0 ist hierbei mild und 10 ist feuerdrachenatemscharf. Doch diesen Schärfegrad erkennt man nicht an der Farbe. Quasi jede Chilischote kann jeden Schärfegrad haben. Doch man kann sich ziemlich sicher sein, dass kleine Chilischoten es meist schärfer hinter den Ohren haben als große.
Der Grad der Schärfe hängt von einem Stoff ab, der Capsaicin heißt. Je nach Menge dieses Stoffes ist ein Lebensmittel unscharf, recht scharf oder scharf. Gemüsepaprika sind beispielsweise so gezüchtet worden, dass sie gar kein Capsaicin enthalten. Andere Chilis erreichen Scoville-Werte zwischen 500.000 und 800.000. Zum Vergleich: Einen Tropfen von einem Chili mit einem Scoville-Wert von 1.000.000 müsste man in 1000 Litern Wasser auflösen, damit man die Schärfe nicht mehr spürt.

Die Menge an Capsaicin und damit der entsprechende Scoville-Wert können aber auch bei ein und derselben Sorte von Chilischoten variieren. Denn je nach Züchtung der Pflanze steigt oder fällt die Menge an Capsaicin. Eine Pflanze, die während des Wachsens Stress ausgesetzt war (zum Beispiel kein oder zu häufiges Gießen) ist nachweislich schärfer als eine Chilischote, die solchen Einflüssen nicht ausgesetzt war. Aus diesem Grund ist der Grad an Schärfe theoretisch nach oben hin offen. Je nach Umgang mit einer Pflanze kann man sie dazu anregen, immer noch mehr Capsaicin zu produzieren. Doch das wäre dann nur noch etwas für echte Feuerschlucker. Denn schon die handelsübliche Chilischote Scotch Bonnett (500.000 Scoville Einheiten) versenkt den meisten Leuten die Zunge.

Die Freude am scharfen Essen!

Sonntag, 14. Dezember 2008

Willkommen auf dem Blog von Chliheads.de. Hier wollen wir Euch alles über Chili und Chilisaucen, Hotsaucen und Chilischoten, Thai Currys, sowie Rezepte und Soßentests vorstellen.