Archiv für die Kategorie ‘Saucen’

Wimp Retardant Hot Sauce

Montag, 27. September 2010

Heute haben wir mal wieder eine leckere Sauce für euch – die Wimp Retardant Hot Sauce. Wie immer beantworten wir zunächst die Frage nach den Zutaten. Drin sind: Habeneros, Apfelweinessig, Salz, Verdickungsmittel, Sellerie-Samen, Senf, roter und schwarzer Pfeffer, Lorbeer, Gewürznelken, Piment, Ingwer, Muskat. Kardamon, Zimt und Paprika. Ziemlich (ge)würzige Sauce oder?

Die orangerote Sauce ist nicht zu dünn und nicht zu dick – genau richtig wie wir finden, denn so lässt sie sich gut dosieren. Der geschrotete Pfeffer und einige der Gewürze sind klar erkennbar und geben der Sauce ein appetitliches Aussehen, das Lust auf mehr macht. Sie riecht nach Essig und den Habaneros, aber nicht übermässig, sodass man sofort zurückzuckt. Noch einmal daran gerochen und die Gewürze sind auch hier wahrnehmbar.

Trotz der Habaneros als erste Zutat auf der Liste ist die Wimp Retardant Hot Sauce nicht höllisch scharf. Aber sie ist scharf und passt toll zu Fleisch, vor allem zu Steaks. Obwohl die Sauce einen schärfetechnisch nicht vom Hocker haut, solltet ihr sie mal probieren, denn der Geschmack ist wirklich toll. Durch den Apfelweinessig bekommt sie eine gewisse Süße und ist insgesamt sehr vollmundig. Die hat echt Geschmack und durch die zurückhaltende Schärfe kommen die anderen Zutaten prima zur Geltung. Eine echte Empfehlung!

Mad Anthony’s XXXTRA HOT Private Reserve Hot Sauce

Donnerstag, 02. September 2010

Dass Mitglieder von Rockbands Hot Sauces kreiieren, haben wir euch ja schon mit Zakk Wylde’s Shot to Hell Berserker Sauce bewiesen. Michael Anthony, Bassist der Band Van Halen, steht dem in nichts nach. Wir haben seine Mad Anthony’s XXXTRA HOT Private Reserve Hot Sauce probiert. Was für harte Rocker oder für Weicheier?

Nelkenpfeffer, Essig, Pürree von Cayenne, Habaneros, Knoblauch, Serrano Chilis, Tomatensauce, Gewürze, Chili-Extrakt und Zucker versprechen eine feurige Mischung. Die dunkel-, fast blutrote Sauce ist sehr dick und enthält Stücke der verschiedenen Zutaten. Keine kleinpürrierte, dünnflüssige Masse also, sondern eine schöne Konsistenz mit Fruchtfleisch und schwarzen Pfefferstückchen.

Doch Achtung: Diese Sauce hat es in sich. Sie ist definitiv nichts für Chili-Neulinge – das merkt man bereits beim ersten Probieren. Sehr erfreulich, dass das Aroma der vielen Zutaten trotzdem Bestand hat. Bei vielen sehr scharfen Saucen schmeckt man davon ja oft nicht mehr viel. Der bittere Geschmack des Chili-Extrakts ist glücklicherweise kaum zu merken.

Am besten hat uns Mad Anthony’s XXXTRA HOT Private Reserve Hot Sauce zu Hackfleisch geschmeckt (Tipp: in Chili con Carne). Pur ist sie zwar auch lecker, aber auf Dauer dann doch zu scharf.

Zakk Wylde’s Shot to Hell Berserker Sauce

Wicked Cactus Sauce Head Hunter’s Paradise

Dienstag, 31. August 2010

Heute wird’s hier wieder fruchtig. Wir haben für euch die Wicked Cactus Sauce Head Hunter’s Paradise getestet. Warum diese Hot Sauce fruchtig ist, verrät der Name selbst nicht, aber ein Blick auf die Zutatenliste: Ananas steht hier an erster Stelle. Außerdem verarbeitet wurden: Apfelwein-Essig, Habaneros (soll ja eine Hot Sauce sein), Orangen, Paprika, Salz und Gewürze.

Man sollte wirklich auf fruchtige Hot Sauces stehen, wenn man sich für die Wicked Cactus Sauce Head Hunter’s Paradise entscheidet. Denn die Ananas ist so dominant, dass sie einem in der Nase kitzelt, sobald sich diese der Flasche nähert. Lecker. Essig und Orangen sind ebenfalls wahrnehmbar.

Die orange-gelbe Sauce ist relativ dünn und durchzogen von kleinen roten Chili-/Paprika-Punkten und dem Fruchtfleisch der Orangen (keine Angst, die Sauce ist kein Valensina-Ersatz). Als problematisch erweist sich die Kappe auf der Flasche, die ein so dünnes Loch hat, dass kaum Sauce durchkommt. Der Sinn hat sich uns bis heute nicht erschlossen. Soll das eine Warnung sein, nicht zuviel von der Hot Sauce zu nehmen? Aus wirtschaftlicher Sicht jedenfalls nicht nachvollziehbar.

Geschmacklich ist die Sauce jedoch ein Volltreffer. Ananas und Orangen verwöhnen den Gaumen, ohne dass die Sauce zuuu süß ist. Dazu mischen sich die Säure des Essigs und die Schärfe der Chilis – einfach genial. Man kommt in Versuchung, die Wicked Cactus Sauce Head Hunter’s Paradise pur zu trinken, aber sie macht sich auch gut zu Hähnchenfilets oder auf einer Pizza.

Heartbreaking Dawns Bhut Pear-Apple Hot Sauce

Dienstag, 17. August 2010

Im Mai hatten wir euch einige Saucen der kleinen aber feinen Ostküsten-Firma Heartbreaking Dawns vorgestellt: Heartbreaking Dawns Hot Sauces. Dieses Mal haben wir eine Bhut Jolokia Hot Sauce probiert – und die hat es in sich.

Heartbreaking Dawns Hot Sauces sind wohl immer irgendwie fruchtig, jedenfalls mangelt es auch bei dieser Sauce nicht an Obst. Denn neben den bereits erwähnten Chilis wurden Birnen und Äpfel verarbeitet. Dazu kommen Zwiebeln, Habaneros, Apfelessig, Limettensaft, Knoblauch, Karotten, Salz, Zucker und weißer Pfeffer – fertig ist die Bhut Pear-Apple Hot Sauce.

Schon das teuflische Etikett soll wohl vor der höllisch-scharfen Gaumenfreude warnen. Die Chilis kitzeln beim Geruchstest in der Nase, Apfel und Birne machen neugierig auf den Geschmack. Doch offensichtlich kann man nicht beides haben – superscharf und aromatisch ist schwierig zu vereinen. Und so ist es auch bei der Bhut Pear-Apple Hot Sauce: Die Sauce ist so verdammt scharf, dass man vom Rest nichts mehr schmeckt. Man muss sich also entscheiden – wer’s einfach nur scharf mag, wird hier fündig, wem Geschmack wichtig ist, der sollte sich nach einer anderen Sauce umschauen (da bietet Heartbreaking Dawns ja durchaus Alternativen an).

Übrigens lässt uns der Hersteller wissen, dass dies kein offizielles Produkt ist, sondern eine Hot Sauce in der Testphase. Hier also eine Empfehlung von uns: Bitte eine bessere Ausgewogenheit zwischen Schärfe und Aroma – dann passt das mit der Bhut Pear-Apple Hot Sauce.

Ass Blaster Collector’s Hot Sauce

Donnerstag, 12. August 2010

Letztens haben wir eine wirklich originelle Hot Sauce entdeckt. Oder besser gesagt: eine Hot Sauce in einer originellen Verpackung. Die Ass Blaster Collector’s Hot Sauce kommt in einem Verpackung im Schei**haus-Design. Ein hölzernes Klohäuschen, in dem sich die Flasche befindet. Grund genug, die Sauce mal zu testen.

In der Ass Blaster Collector’s Hot Sauce stecken Karotten, Habaneros, Essig, Capsicum-Extrakt, Salz, Knoblauch und Gewürze. Durch die Habaneros und das Extrakt soll es diese Hot Sauce auf 600.000 Scoville schaffen. Ok, sie ist scharf, aber so scharf ? Manchmal sind diese Angaben noch mehr mit Vorsicht zu genießen als die Saucen selbst.

Trotzdem: Die Sauce ist scharf und eignet sich daher nicht unbedingt zum puren Verzehr, sondern eher als Marinade für Fleisch (und nicht als Dip). Die Schärfe kommt ziemlich schnell, vergeht aber genauso schnell und dann schmeckt man das eigentliche Aroma der Sauce.

Ass Blaster Collector’s Hot Sauce ist wegen der tollen Verpackung ein super Geschenk, macht sich aber auch gut in der eigenen Saucen-Sammlung – wenngleich man sie nicht einstauben lassen sollte, denn dafür wäre sie zu schade.

Dat’s Nice Datil Pepper Sauce

Montag, 09. August 2010

Heute stellen wir euch mal wieder eine Hot Sauce vor, nämlich die Dat’s Nice Datil Pepper Sauce. Datil-Chilis haben die Schärfe der Habaneros, sind aber süßer und fruchtiger. Man sagt, sie hätten 100.000 bis 300.000 Scoville. Sie werden hauptsächlich in St. Augustine, Florida, angebaut. In Europa sind Datil-Chilis vor allem in der Küche Menorcas anzutreffen.

Die Dat’s Nice Datil Pepper Sauce enthält Ketchup, Onions, Datil-Chilis, grünen Paprika, Zucker, Gurken, braunen Zucker, gerösteten Knoblauch, Reisessig in verschiedenen Variationen, Reiswein-Essig, Knoblauch, Salz,  Worcestershire Sauce und schwarzen Pfeffer. Hui, da wurde aber ordentlich was zusammen gemixt.

Die Sauce riecht nach Ketchup, Zwiebeln und irgendwie auch nach sauren Gurken. Und der Essig sticht etwas in die Nase – ist ja auch ne Menge drin davon. Der Geruch sagt uns alles in allem nicht zu, aber das ist wie immer Geschmackssache (oder Geruchssache?). Dat’s Nice Datil Pepper Sauce beinhaltet nicht nur Ketchup, die Sauce fließt euch wie eben solcher in einer rotbraunen Farbe aus der Flasche. Sieht nicht unappetitlich aus.

Während uns der Riechtest nicht überzeugen konnte, schafft es der erste Kontakt mit unseren Geschmackssnerven. Ein tomatiges Aroma, Paprikanoten und die Datil-Chili machen sich sofort im Mund breit und sorgen für ein echtes Aha-Erlebnis. Man bemerkt auch Stückchen von Knoblauch und schwarzem Pfeffer.

Wir haben die Dat’s Nice Datil Pepper Sauce auf einem Burger ausprobiert und waren positiv überrascht. Ein toller Begleiter für das Rindfleisch, der dem Fleischaroma genug Platz lässt und es einfach nur pikant und lecker würzt. Man kann die Sauce aber auch prima als Ketchup-Ersatz für Pommes & Co. einsetzen. Die volle Schärfe der Datil-Chilis kommt übrigens nicht zur Geltung.

Intensity Academy Hot Cubed Hot Sauce

Mittwoch, 28. Juli 2010

Vor einiger Zeit haben wir euch die Intensity Academy Garlic Goodness vorgestellt. Heute folgt ein weiteres Produkt der Intensity Academy – die Hot Cubed Hot Sauce. Der erste Blick fällt auf das Etikett – sieht aus wie mit dem heimischen Drucker ausgedruckt. Hoffentlich ist die Sauce selbst nicht auch so lieblos gemacht.

Mit Karotten, Zwiebeln, Habaneros, Essig, Knoblauch und Limettensaft ist die Zutatenliste kurz und erfreulich pur. Das macht sich dann auch beim Aroma bemerkbar – Karotten und Habaneros steigen in die Nase. Riecht wirklich fantastisch und frisch. Beides ist nicht in Stücken, sondern püriert in der tief-orangenen Sauce verarbeitet. Daher lässt sie sich gut portionieren, auch wenn sie dickflüssig ist.

Die Intensity Academy Hot Cubed Hot Sauce schmeckt stark nach Karotten mit einer Unternote aus Habaneros und Zwiebeln – und trotzdem kommt die Schärfe gut durch, klingt aber bald wieder ab. Der Essig hält sich schön zurück, sodass die Sauce leicht süßlich schmeckt. Sie macht sich vorzüglich auf einer Salami-Pizza, weil sie super mit Käse und Tomaten harmoniert.

Alles in allem eine wirklich gute Hot Sauce, die sich deutlich von anderen Saucen auf Karottenbasis abhebt. Nur das Etikett … naja.

Cheater 5 Shreddin’ Serrano Salsa

Mittwoch, 21. Juli 2010

Wir wissen ja inzwischen, dass man als Hersteller von Hot Sauces nicht unbedingt ein Sortiment von 20 produkten braucht, um sich einen Namen in der Chilihead-Gemeinde zu machen. Es reicht ja im Prinzip eine supergeile Sauce oder Salsa, um zum Kultlabelzu avancieren. Das denkt sich wohl auch die kalifornische Cheater 5 Surfin’ Salsa Company und hat nur drei Saucen auf dem Markt. Eine davon ist die Cheater 5 Shreddin’ Serrano Salsa, die wir euch heute vorstellen möchten.

Wie der Name schon verrät, handelt sich sich nicht um eine Hot Sauce, sondern vielmehr um eine Salsa . Zunächst schauen wir wie immer auf die Zutatenliste: Gebratene und ungebratene Tomatillos, Zwiebeln, onions, Serrano und Habanero Chilis, Röstzwiebeln, Koriander, getrocknete Chilis, Wasser, Salz, Limettensaftkonzentrat, Zitronensäure und Verdickungsmittel. Tomatillos sind übrigens keine Tomatensorte – sie gehören zu den Physalis und werden in Lateinamerika für Salsas und Gemüsegerichte verwendet. Man lässt sich nicht komplett durchreifen, weil die Frucht sonst zu süß wird. Aber nun zurück zur Cheater 5 Shreddin’ Serrano Salsa.

Was auffällt: Im Gegensatz zu vielen anderen Salsas wurde diese hier nicht noch gesüßt. Das Ergebnis: ein außergewöhnliches Aroma und ein intensiver Geschmack – süß wie es sich für eine Salsa gehört, aber eine natürliche Süße, die von den Tomatillos kommt. Die Habaneros geben der dünnflüssigen Salsa Feuer – nicht vergleichbar mit einer scharfen Hot Sauce, aber im oberen Drittel verglichen mit anderen Salsas.

Diese Salsa sollte man nicht nur zum Dippen von Tacos nehmen, sondern zum Verfeinern von Gerichten. Einzig die olivgrüne Farbe der Shreddin’ Serrano Salsa ist gewöhnungsbedürftig.

Pyro Pete Sauces Ultimate Salsa

Mittwoch, 07. Juli 2010

Eine gute Salsa zu finden, ist nicht leicht. Erst recht, wenn die dann auch noch schön feurig sein soll. Da mischt man sich lieber selbst was zusammen. Oder man greift zu Pyro Pete Sauces Ultimate Salsa.

Tomaten, Zwiebeln, Jalapenos, Zucker, Essig, Knoblauch, Salz und ein paar (geheime) Gewürze stecken in der Pyro Pete Sauces Ultimate Salsa. Nicht mehr und nicht weniger. Und das ist auch gut so. Denn so riecht die Salsa auch nach Salsa. Süßlich, tomatig und nach Zwiebeln.

Große Stücke der Zutaten durchziehen die rotbraune Sauce und machen Appetit auf mehr. Und sie enttäuscht nicht. Aromatische Tomaten und eine herrliche Süße, die aber nicht von Zucker dominiert wird, erfreuen unsere Geschmacksnerven. Gut, dass der Essig zwar wahrnehmbar, aber nicht alles überdeckend ist. Die Mischung passt.

Bis zu diesem Punkt könnte es einfach eine richtig gute Salsa sein, aber wir sind ja im Chiliheads-Blog. Wo bleibt die Schärfe? Die Antwort: Sie kommt. Man schmeckt milde Jalapenos, deren Schärfe sich langsam im Mund ausbreitet und nach einigen Löffeln ihren angenehmen Höhepunkt erreicht.

Wer mexikanisch mag, der wird die Pyro Pete Sauces Ultimate Salsa lieben und sollte lieber gleich ein paar Gläser mehr bestellen.

Jake Albert’s Fuego Azul

Montag, 05. Juli 2010

Wir sind stolz, als eine der ersten Chilihead-Seiten überhaupt die neue Jake Albert’s Fuego Azul Hot Sauce testen zu dürfen.

Jake Albert’s ist im kanadischen Ontario beheimatet und auf süß-scharfe Saucen spezialisiert. Die Fuego Azul (“blaues Feuer”) ist nach der Fuego Rojo (“rotes Feuer”) die zweite und damit neueste Kreation des Herstellers.

Während man bei der Fuego Rojo auf Granatapfel setzte, kommen bei der Fuego Azul wilde Blaubeeren zum Einsatz, die bei geringen Temperaturen zu einem Konzentrat verarbeitet werden. Hinzu kommen Quellwasser, Zucker aus biologischem Anbau, Cayennepfeffer, kanadischer Honig und frische Habaneros. Allein bei dieser Zutatenliste läuft uns das Wasser im Munde zusammen.

Das Aroma dieser Hot Sauce wird von den Blaubeeren und dem Honig dominiert. Einfach fantastisch. Fast wie eine Dessertsauce. Sie fließt ähnlich wie Honig auf den Teller und sieht so violett aus wie Blaubeeren aussehen müssen (und macht ebensolche typischen Flecken, wenn mal was daneben geht). Blaubeeren- und Habanero-Stückchen sind klar erkennbar. Yummy.

Geschmacklich trifft die Fuego Azul genau ins Schwarze. Die Ausgewogenheit zwischen fruchtiger Süße und fordernder Schärfe ist perfekt. So lecker, dass man sie löffelweise zu sich nehmen will. Aber probiert sie lieber auf Pfannkuchen, Eis und Crepes aus – unbeschreiblich gut. Sie ist in der Tat eher eine Dessertsauce, aber was für eine …

Jake Albert’s Fuego Azul