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So trocknet man Chilis

Freitag, 23. Juli 2010

Viele Chiliheads züchten die Früchte ihrer Begierde selbst und bauen Chilis an. Wem das gelingt, der steht dann vor der Frage: Was mache ich nun mit meinen Chilis? Chiliöl, Chilischnaps, Chiliketchup – Möglichkeiten gibt es viele. Chilis zu trocknen, um sie haltbar zu machen und später zum Würzen zu verwenden, ist eine davon. Frische Chilis könnt ihr bestensfalls für wenige Wochen im Kühlschrank aufbewahren, bevor sie das Zeitliche segnen. Wer sich die Mühe macht und Chilis züchtet, sollte sie anschließend trocknen. Wir sagen euch, wie ihr’s richtig macht.

Durch das Trocknen der Chilis könnt ihr diese nicht nur für mehrere Jahre haltbar machen. Der Trocknungsprozess intensiviert auch Schärfe und Geschmack.

Wenn ihr die Chilis in der Wohnung trocknet, dann an einem gut belüfteten Ort, wenn möglich sogar in der Nähe eines Ventilators. Ist es den Chilis zu warm und stickig, sondern sie Dämpfe ab, die eure Augen reizen können. Klar ist auch, dass ihr Kinder und Tiere von den Chilis fernhalten solltet und selbst Handschuhe tragen solltet, wenn ihr mit den Chilis hantiert.

Schaut euch vor dem Trocknen jede Chili genau an – riecht sie komisch, hat sie matschige Stellen oder weiß-graue Punkte? Diese Chilis gleich aussortieren; sie eignen sich nicht zum Trocknen. Alle anderen wascht ihr gründlich und trocknet sie gut ab. Befreit die Chilis anschließend von ihrem Stiel. Solltet ihr die Chilis im Ofen trocknen wollen – und nur dann -, schneidet sie längs auf – so trocknen sie schneller.

Chilis im Ofen trocknen
Die Ofenmethode ist natürlich die Bequemste. Aber je nach Größe der Schoten kann es mehrere Stunden bis mehrere Tage dauern, bis die Chilis getrocknet sind. Das verbraucht Strom und kostet Geld. Im Winter ist das natürlich eine tolle Methode zum Heizen der Küche :-)

Legt die Schoten auf Backpapier und dann in den Ofen, den ihr auf die kleinste Temperatur einstellt – erhöhen kann man immer noch. Damit die Feuchtigkeit entweichen kann, lässt man die Ofentür einen Spalt geöffnet. Dreht die Chilis stündlich um, damit sie gleichmäßig trocknen können.

Sollten die Chilis weich, braun/schwarz oder angebraten aussehen, kochen sie. Da man sie ja eigentlich trocknen will, sollte man die Temperatur weiter runter drehen, die Chilis öfter wenden und/oder die Ofentür weiter öffnen.

Die fertigen Trockenchilis kommen dann nach dem Abkühlen in einen luftdichten Behälter.

Eine Alternative zum Backofen sind übrigens so genannte Dörrautomaten.

Chilis an der Luft trocknen
Wer sich für die stromsparende Lufttrocknung entscheidet, kann die Chilis zum Beispiel an einem langen Faden aufhängen (einfach Faden durch eine Nadel ziehen und mit dieser nach und nach durch alle Chilis durchstechen). Chilis können natürlich nur bei entsprechender Wärme trocknen (das Thema Belüftung nicht vergessen), sollten jedoch keinen Regen abbekommen.

Wer die Chilis zum Beispiel an eine Hauswand hängt, die regengeschützt, aber sonnig liegt, sollte mindestens 4 bis 6 Wochen für die Trocknung veranschlagen.

Für welche Methode ihr euch auch immer entscheidet – ihr werdet die Mühe nicht bereuen.

Weiter Infos zum Thema sowie Sortenbeschreibungen findet man auf der Seite Hot-Pain.de.